Jetzt wird's italienisch. Zumindest ein bisschen. Bolognese selbst gemacht und eingeweckt


So eine richtige, echte italienische Bolognese ist etwas sehr feines. 
Dieses Rezept ist allerdings nicht ein solches Originalrezept, sondern eines, das sich bei mir zuhause als Dauerbrenner etabliert hat. Die Bolognese schmeckt jedem, der sie bisher probiert hat und ich habe viele "Oah,-das-ist-ja-leckers" bekommen. 
Das Rezept kommt ursprünglich von Chefkoch. Ich habe viele Rezepte aus Kochbüchern und Internetseiten ausprobiert und nachder für mich (bzw. uns) perfekten Soße gesucht. 

Und weil ich mir nicht immer so viel Arbeit machen möchte, mit schnippeln und blubbern lassen, rühren und abschmecken, habe ich angefangen, die Bolognese einzuwecken.
Das heißt, ich koche die Soße in Weckgläsern ein und mache sie damit über einen langen Zeitraum haltbar. Das ist toll, denn so spare ich Platz in meinem vollgerümpelten Eisfach. 
Ich koche dann gleich eine Riiiiiiiiiiiiiiiiiesenportion und komme mir ein bisschen vor wie eine italienische Mama, die für "die Familie" (bitte italienisch mafiosig lesen, mit italienischer Handgeste) kocht. Das macht irgendwie Spaß. 

Also lieber einmal etwas mehr Aufwand, Zutaten im Angebot einkaufen und so selbstgemachte Leckereien auf Vorrat haben. Später heißt es dann: Glas auf, ab in den Topf, heiß machen und fertig :)




Bolognese (und einwecken)





Was alles reinkommt (4 Portionen):

  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 2 Möhren (o. eine sehr große)
  • 1/2 Selleriestaude
  • 500g Hackfleisch (mit Salz/Pfeffer gewürzt)
  • 100ml Gemüsebrühe
  • 150ml Rotwein (trocken)
  • 1 Dose Tomatenmark
  • 1 TL Oregane, gehackt
  • 1 Pck. gestückelte Tomaten, gewürzt
  • 1 Prise Zucker

Wer gleich einmachen will, der verfierfacht das Rezept einfach. Außerdem braucht man ein Thermometer für das Wasser, wenn man keinen automatischen Einmachkochtopf hat.








Wie es gemacht wird:
  1. Zwiebel und Knoblauch fein hacken. Möhren und Sellerie würfeln. Hackfleisch einmal mit Salz und Pfeffer würzen und etwas kneten. Das Hack in einer Pfanne (oder zum einwecken in einem sehr hohen Topf) anbraten. Das Gemüse hinzugeben und ein paar Minuten mit andünsten. 
  2. Brühe, Wein, Tomatenmark, gestückelte Tomaten und die Prise Zucker hinzu geben und alles einmal aufkochen lassen. Dann auf mittlerer Hitze 40 Minuten einkochen lassen. Gelegentlich rühren.










Wer jetzt mit einkochen weiter machen will:

Die Soße auf sterile Weckgläser verteilen. Dabei darauf achten, dass die Ränder sauber sind. Gummieringe (ebenfalls steril) auf den Rand legen und Deckel drauf. Mit Klammern fixieren. 

Ich habe einen Einweckautomaten, der hält eine bestimmte Temperatur automatisch. In einem Topf geht es aber auch. Die Gläser im Topf verteilen, sie können eng stehen, dürfen aber weder sich, noch den Rand berühren. Stapeln geht aber.
Den Topf mit Wasser füllen, bis das höchste Glas zu 3/4 im Wasser steht. Die Temperatur des Wassers sollte der des Einmachguts entsprechen. Heiße Bolo = heißes Wasser, kalte Bolo = kaltes Wasser.
Die Bolognese muss bei 100°C für 105 Minuten einkochen. Die Temperatur sollte konstant gehalten werden. Die Einkochzeit beginnt erst, wenn die 100°C erreicht sind. Bei Bedarf Wasser nachfüllen.

Die Gläser danach sofort rausholen und abkühlen lassen. Dann erst die Klammern entfernen.

Kommentare:

  1. Na danke, jetzt hab' ich Hunger! Ich hatte eine Zeit, in der ich irgendwie keine Bolognese und keine Pizza essen konnte. Es ging einfach nicht; da kam mir sofort der Ekel. Aber jetzt nach ein paar Wochen könnte ich wieder jeden Tag Spaghetti und Pizza essen, haha! Sehr schönes Rezept und klar, das mit den Gläsern ist mega praktisch und spart wirklich viel Zeit. Mit Suppen mache ich das auch immer so - vor allem Kartoffelsuppe. Die kann man Tage danach noch essen und jeden Tag wird sie auch irgendwie würziger, da sie noch richtig eindickt.

    Liebe Grüße

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  2. Mamma Mia! :D

    Hallo Melanie :)
    Eben hab ich mir noch Nudeln einverleibt, da hätte das natürlich gerade so gefehlt! :D Beim Essen habe ich da noch überlegt, wie man eigentlich Pesto selber macht. (Wahrscheinlich total einfach? Ich weiß nicht, ich bin unwissend :D) Und jetzt das!
    Das wäre tatsächlich mal eine schöne Idee zum Nachmachen :)

    Guten Hunger und danke für das Niederschreiben für Unwissende wie mich :>

    Liebe Grüüüüße von der Dascha!

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  3. oh, bolognese! wir lassen sie immer stundenlang kochen, damit alles schön durchzieht. jetzt hab ich lust auf nudeln mit bolooognese.

    Sarah

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