Buchrezension: Eine kleine Küche in New York

Deb Perelman, die Autorin des großen und erfolgreichen Blogs Smitten Kitchen ist ein echter Wirbelwind. Sie arbeitete schon als Schichtleiterin im Plattenladen, Softeisverkäuferin, Kusttherapeutin und IT-Reporterin.

Dann hat ihre wirklich fantastische Blogreise in einer winzigen Küche begonnen. Sie hat es sich trotz vieler Schwierigkeiten nicht nehmen lassen, ihre Leidenschaft auszuleben. Denn eine der größten Schwierigkeiten stellt wohl der Quadratmeterpreis in New York dar.
Ihr Engagement hat sich in vielerlei Hinsicht sehr gelohnt: ihr Hobby ist zum Beruf geworden und gleichzeitig hat sie eine riesige Menge Menschen sehr glücklich gemacht ;)

Jetzt ist ihr bereits 2012 erschienenes Buch auch endlich auf deutsch im Berlin Verlag erhältlich. Ich finde, das wurde auch echt Zeit.
Es könnte das beste Buch des Jahres für mich werden.

Also seht selbst:

Eine kleine Küche in New York





Die allgemeinen Daten im Überblick:
Name: Eine kleine Küche in New York. Das Kochbuch zum weltweit erfolgreichen Blog Smitten Kitchen
Erschienen: Berlin Verlag, 2016
Seiten: 329
Rezepte: 106
Preis: 22,00€



Aufbau & Inhalt:


An dieser Stelle kann ich mich jetzt austoben. Ich fange einfach ganz vorne an: das Inhaltsverzeichnis. Das Buch ist super strukturiert und in 15 Kapitel unterteilt. 4 davon sind die Einführung, in der man Deb (die Autorin) näher kennen lernt. Dann Anmerkungen und Tipps, wo sie alle Eventualitäten an Unsicherheiten bezüglich ihrer Rezepte aus dem Weg räumt. Zum Beispiel welche Größe die Eier haben, auf was sie beim abwiegen achten und und und... Dann folgen die Rezepte und zum Schluss kommen noch "Was in Ihrer Küche nicht fehlen sollte" und das Register. Register ist ja eigentlich klar und Ersteres gibt dem Leser eine Liste mit Debs Grundausstattung in der Küche an die Hand.

Ein weiterer, wirklich charmanter Punkt ist, dass vor jedem Rezept eine kleine, persönliche Story steht. Irgendein Schwank aus ihrem Leben, meist iiirgendwie das Rezept betreffend. Ich mag das sehr, sehr gerne (auch wenn manche Story doch etwas lang ist). 








So, jetzt aber zum Eingemachten. Die Kapitel:

Frühstück, Salate




Besonders im ersten Kapitel Frühstück gibt es unheimlich viele leckere kleine Sünden. Die weichen Brötchen mit Ahornsirup und Bacon habe ich ja bereits ausprobiert und für genial befunden: *klick*

Im Kapitel Salate gibt es 11 sehr unterschiedliche Rezepte, wie z.B.
  • Zuckerschotensalat mit Miso-Dressing
  • Dinkelsalat mit Honig und Harissa
  • Krautsalat in Essigsoße mit Gurke und Dill




Sandwichs, Tartes und Pizzen & Die Hauptspeise: Vegetarisch



Das Sandwichs, Tartes und Pizzen Kapitel ist so gut. Ich befürchte allerdings, ich werde fast auf jedes Kapitel einen Lobgesang halten :D Aber damit ihr meine Begeisterung auch versteht;
  • Avocado Baguette mit Gurke und Sesam
  • Eier-Geflügelsalat auf Toast mit Zitronen-Aioli
  • Jumbosandwich mit Ratatouille
  • Galette mit Butternusskürbis und karamellisierter Zwiebel
  • Und die drei Pizzateige....

Ähm ja. 
Zum Hauptspeisenkapitel. Ich erwähne jetzt nicht mehr jedes Mal extra, wie genial jedes Kapitel ist. Ab sofort bitte einfach voraussetzen.
  • Linguine mit Blumenkohl Pesto
  • Süßkartoffel Blini mit Hüttenkäse
  • Wildreisgratin mit Grünkohl, karamellisierten Zwiebeln und Emmentaler













Die Hauptspeise: Meeresfrüchte, Fisch, Geflügel und Fleisch 

& Süßes



Damit nicht nur Vegetarier auf ihre Kosten kommen, gibt es 12 fischige oder fleischige Köstlichkeiten (vorausgesetzt man mag Fisch):
  • Muscheln in Wermut und Backofen Pommes mit Estragon
  • Hähnchenbrust Milanese mit Senf und Rucula Fenchel Salat
  • Geschmorte Rinderrippchen in Bier und Balsamico mit Pastinaken Püree





Das Süßes-Kapitel unterteil sich noch in 4 weitere Unterkapitel: Kleingebäck, Pies und Obstkuchen, Kuchen & Desserts und Süßigkeiten.
Kleingebäck beinhaltet z.B.:
  • Hamantaschen mit Rhabarber oder auch
  • Schoko Erdnussbutter Kekse
Pies und Obstkuchen glänzt unter anderem mit:
  • Zitronenschnitten
  • Mandel Süßkirschen Galette
  • Tarte Tatin mit karamellisierten Bananen
Unter Kuchen gibt es bspw.:
  • Moms Apfelkuchen
  • Schokoladenkuchen "Klein, aber oho"
  • Haselnuss Crepetorte mit Schokoüberzug
Und zum Schluss und Desserts und Süßigkeiten:
  • Erdbeerfool a la Käsekuchen
  • Weißer Schokoladenpudding mit Brombeercreme
  • Karamellbonbons aus naturtrüben Apfelsaft








Partysnacks und Getränke




Neben einigen Tipps, wie man eine gelungene Dinnerparty ausrichtet, finden sich hier einmal mehr im letzten Rezeptekapitel des Buches coole Partymitbringsel:
  • Pikante Karamell Erdnüsse
  • Roggenbrot-Grissini
  • Gefüllte Eier mit knusprigen Serrano Schinken und Marcona Mandeln
  • Spritzige Ingwerimonade



Fazit:


Eine kleine Küche in New York ist ein Kochbuch ganz nach meinem Geschmack: die Rezepte sind abwechslungsreich, und schmecken gut (was ich bisher so ausprobiert habe). Das haben aber viele Kochbücher gemeinsam. Dieses hebt sich durch seine charmante persönliche Note ab. Man lernt die Autorin  und ihr Leben kennen mit ihrer angenehmen und unaufdringlichen Art. 

Ich finde, die Gerichte haben Hausmannskostcharakter. In allen werden frische Zutaten verwendet und meist hebt das Rezept auch nicht ab, weil nach 20€-das Kilo Datteln verlangt wird oder anderen "Trendzutaten".

Die Rezepte sind wirklich toll, aber es ist doch eher weniger ein Anfänger-Kochbuch und erst recht kein Basics-Kochbuch.
Für mich persönlich ist es das Kochbuch des Jahres. Ich besitze bereits genug Basics und bin auch schon etwas geübter. 

Wer erst einmal kostenlos etwas schnuppern möchte und des englischen mächtig ist, kann das auf ihrem Blog tun: Smitten Kitchen


Ich danke Herrn Zwecker vom Berlin Verlag für das zur Verfügung gestellte Buch. Diese Rezension spiegelt meine eigene unabhängige Meinung wider.

Kommentare:

  1. Da ich gerade erst aus New York zurück komme, habe ich mich gleich über das Buch gefreut :) Das Kochbuch klingt echt spannend.
    Liebe Grüße, Mona

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  2. Halli Hallo.

    Das Buch klingt ja wirklich sehr interessant.
    Ich liebe es zu kochen, habe aber nur wenig Zeit dafür.
    Schau mich öfter nach neuen Kochbüchern um, aber meist sagen sie mir einfach nicht zu. Danke für die Vorstellung.

    Alles liebe

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    1. Ja, ich befürchte, die Rezepte aus diesem Buch sind auch nicht ratzfatz gemacht.

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  3. Ein Anfängerbuch ist doch genau richtig für mich!

    "Moms Apfelkuchen" klingt gut und ich wollte schon immer einen Apfelkuchen selbst machen :-)

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